Peru mit Kindern: Dschungelcamp, Lamatrack und schwimmende Inseln ← 13. August 2017

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Mit dem Boot durch den Dschungel, kletternd über die Baumwipfel oder auf Fischfang im Titicacasee: Peru ist ein Abenteuer für Kinder und Erwachsene.

Costa, Sierra, Selva: Peru ist nicht nur das drittgrößte Land Südamerikas. Mit seinen drei Landschaftszonen Küste, Hochland und Regenwald ist es auch eines der abwechslungsreichsten Urlaubsländer dort. Und eines, das sich gut als Familienreiseziel eignet. Wir stellen Euch drei verschiedene Reiseangebote des Online-Reiseportals Fairaway vor, die sich speziell an Familien richten. Allen Reisen gemein ist das ökologische Prinzip, nach dem sie zusammengestellt sind.

Farbenprächtig: Raupe im peruanischen Regenwald. © Fairaway

Farbenprächtig: Raupe im peruanischen Regenwald. ©Fairaway

Der Regenwald-Trail: Abenteuer und Wissen für Kinder

Das Erlebnis während einer Peru-Reise ist der Regenwald-Trail. Als Ausgangspunkt für Touren eignet sich zum Beispiel die familienfreundliche Refugio del Amazonas Lodge. Sie liegt in der Pufferzone des Tambopata Naturreservats im Südosten des Landes. Von der dortigen Provinzhauptstadt Puerto Maldonado aus erreicht Ihr in einer rund dreistündigen Bootstour durch den Dschungel des Nationalparks den Hafen des Refugio del Amazonas. Die Lodge wird als nachhaltiges Projekt gemeinsam mit der Bevölkerung betrieben. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden wird dort ein umweltfreundlicher Tourismus aufgebaut, um das empfindliche ökologische Gleichgewicht des Regenwaldes nicht zu schädigen. Gleichzeitig sind spektakuläre Einblicke in das grüne Dach des Regenwaldes möglich – vom Dach des sechs Meter hohen Gebäudes aus oder vom nahegelegenen Canopy Tower, einem 30 Meter hohen Holzturm, der tatsächlich bis über die Baumwipfel führt und spektakuläre Einblicke in den Regenwald erlaubt.

Der Dschungel mit Papageien, Tucanen, Aras und Raubvögeln, aber auch Affen, Warzenschweinen, Schlangen und zahllosen Insekten ist ohne Frage die größte Attraktion. Daneben gibt es aber zum Beispiel für Kinder Kajak- oder Fischtouren mit eigens ausgebildeten Guides oder eine Beobachtungstour zum Condenado-See, wo Stink- und Hornwehrvögel leben. Geisterstunden-Stimmung kommt während einer Wanderung zu den nachtaktiven Kaimanen auf. Während einer Tour mit Biologen und Einheimischen lernen die Kinder, wie der Wald von der lokalen Bevölkerung genutzt wird, ob als Baustoffhandel, Nahrungsquelle oder Medizinschrank. Auf dem Programm steht auch der Besuch einer alten Paranuss-Plantage, die nachhaltig bewirtschaftet wird.

Machu Picchu, Ruinenstadt in den Anden, ist auf Terrassen erbaut. ©Fairaway

Die Ruinenstadt Machu Picchu in den Anden ist auf Terrassen erbaut worden – beredtes Zeugnis einer vergangenen Hochkultur. ©Fairaway

Das Heilige Tal der Inka

Nördlich der einstigen Inka-Hauptstadt Cusco, auf dem Weg nach Machu Picchu, liegt das atemberaubend schöne Heilige Tal der Inka. Auf Schritt und Tritt stoßt Ihr dort auf bedeutende Ruinen, etwa in Chinchero, dem einstigen Sommersitz der Inka-Könige. Oder in Pisac, einer ehemaligen Bergfestung. Die Stadt ist zweigeteilt, vom Tal aus führt eine lange Treppe in den heiligen Bezirk mit Tempeln. Vom enormen Wissen der Inka in puncto Astrologie, Landwirtschaft oder Lebensethik zeugen zahlreiche Quellen in Ollantaytambo sowie die  Terrassenanlagen von Moray, die wohl als Agrarversuchsfelder genutzt wurden, und die Salzterrassen von Maras, in denen bis heute Salz auf natürliche Art gewonnen wird.

In den kleinen Anden-Dörfern ringsum die heiligen Stätten bestimmen die lebhaften Indio-Märkte das Geschehen. Die Region ist berühmt für ihre Webereien, die farbenfrohen Textilien werden auf allen Märkten angeboten, ebenso Silberschmuck und anderes Kunsthandwerk.

Mitmachen beim Lama-Pack-Projekt

Die Spezialität eines Öko-Reisespezialisten wie Fairaway ist es, entsprechende touristische Projekte vor Ort zu unterstützen. Im Peru-Familienurlaub könnt Ihr zum Beispiel das Lama-Pack-Projekt kennenlernen. Lamas werden traditionell in der Landwirtschaft als Tragetiere eingesetzt. Während einer Wanderung durch das Tal von Huarán mit den Lamas informieren die Führer über alles Wichtige zum Projekt und die Bedeutung der Tiere für das hochandische Ökosystem. Die Wanderung führt durch Wälder und am Fluss entlang zu einem Dorf, in dem die Familien von ihrem Selbstversorger-Leben berichten und Einblicke in ihr Leben geben. Mithilfe ist mindestens teilweise willkommen.

Die schwimmenden Inseln der Urus auf dem Titicacasee in Peru. ©fotolia/Brigitte

Die schwimmenden Inseln der Urus auf dem Titicacasee in Peru. ©fotolia/Brigitte

Die schwimmenden Inseln und der Titicacasee

Was wir uns angesichts fester Häuser aus Stein kaum vorstellen können, ist für die Urus Alltag: Ihre Hütten aus Schilf stehen auf schwimmenden Inseln aus Schilf und sie fahren zum Fischen auf den Titicacasee in Booten aus Schilf. Die schwimmenden Inseln sind eine Hauptattraktion des zweitgrößten Sees Südamerikas. Ursprünglich haben die Urus sie wohl zum Schutz vor den Inkas erfunden.

Der Titicacasee, gelegen in den Anden im Süden des Landes, ist berühmt für seinen Fischreichtum, hat aber große ökologische Probleme, die insbesondere durch illegal eingeleitete Abwässer herrühren. Zwar gibt es Absichtserklärungen, Klärwerke zu bauen, bisher sind diese aber nicht realisiert. Fisch- und Vogelreichtum des legendären Sees haben darunter gelitten. Für die Urus, die vom und mit dem See leben, hat sich der sanfte Tourismus zu einer neuen Lebensgrundlage entwickelt. Sie erlauben es heute Besuchern, ihre schwankenden und leicht federnden Insel zu betreten oder sie beim Fischfang zu begleiten. Unbedingt ausprobieren!

Allgemeine Informationen zu Peru gibt es bei Peru Travel. Über Fernreisen mit Kindern hat auch unsere Autorin Eileen Geibig berichtet: Neuseeland in Elternzeit.

Der Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Fairaway.

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