Wiener Ring, Schweizer Panorama, nordischer Sommer (119) ← 5. Mai 2015

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Metropole und Prachtboulevard gehören zusammen wie Ernie und Bert. Was den Wiener Ring so außergewöhnlich macht, ist seine einzigartige Entstehungsgeschichte. Außerdem: entspanntes Zugfahren geht vor allem in der Schweiz, der Sommer im Norden ist alles andere als kalt und die Türkei hat eine Küste ganz ohne Bettenburgen.

Wien

Am Stephansdom lauern die Fiaker-Fahrer auf zahlende Kunden. Mit denen fahren sie dann die Ringstraße mit ihren prachtvollen, einst jüdischen Palästen ab. © Geraldine Friedrich

Diese Straße ist eine wirklich besondere: die Ringstraße in Wien. In diesem Jahr wird der Prachtboulevard 150 Jahre alt. Grund für Die Zeit, eine Wienerin von ihren gemischten Gefühlen gegenüber dem „Ring“ schreiben zu lassen. Entlang dieser breiten Chaussee stehen zum einen genau jene Prunkbauten, für die Touristen (auch) nach Wien reisen. Der Boulevard ist also tendenziell voll und laut. Zum anderen ist es die Entstehungsgeschichte, die ihn zu etwas besonderem machten. Weil der Kaiser Geld brauchte, durften Österreichs Juden erstmals Land erwerben. So verewigte sich dort die jüdische Bourgeoisie mit Palästen aller Baustile. Doch diese Zeit der Blüte endete jäh mit dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland. Heute gibt es keine jüdische Familie mehr, die einen dieser Prachtbauten bewohnt.

Mit dem Zug durch das Bahn-Land Schweiz zu fahren, gehört zu den Klassikern (und dürfte für Deutsche-Bahn-Gestählte eine Art Wellnessurlaub mit Tiefenentspannungsseminar sein). Hundertmal gelesen und doch immer wieder schön ist es, zu lesen, wie sich da jemand an den vorbeiziehenden Bergpanoramen, an der Vielfalt eines doch eher kleinen Landes erfreuen kann. Auf Zeitonline.

Sommer im Norden – Schweden, Bornholm, Sibirien, Lappland, Färöer

Wo wir gerade mal dort sind – von der Schweiz aus betrachtet gehören wohl auch die dänische Sonneninsel Bornholm und das südliche Schweden schon zum hohen Norden. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Neue Zürcher Zeitung eine Reportage über Bornholm und über eine Fahrradtour von Helsingborg nach Göteborg in Schweden in einem Spezial mit Texten über Sibirien und Finnisch-Lappland vereint? Wollen wir mal nicht spitzfindig sein, die Texte können auch gut jeder für sich gelesen werden. Schöne Ziele beschreiben sie allemal.

Wer noch mehr Lust auf Norden hat, dem sei ein Artikel einer meiner Lieblingsbloggerinnen empfohlen (wir teilen die Leidenschaft fürs Meer und den Norden): Die Farben der Färöer hat Elke Weiler in ihrem Meerblog so wunderbar realistisch eingefangen, dass man sofort aufbrechen möchte – trotz des doch eher häufigen Regens in der Wetterküche.

Lykiens leere Strände

Dass die Türkei auch anders kann als mit Bettenburgen und Massentourismus, zeigt eine Reportage in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. An der lykischen Küste sind die Strände leer, die Orte historisch gewachsen, die Vielfalt der Reisenden groß. Klingt nach einem Traumziel am Mittelmeer.

1 Kommentar

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  • Elke - 5. Mai 2015 Antworten

    Danke, liebe Nadine!
    Wollte nur kurz richtigstellen, dass Nadine vom Blog KulturNatur den Gastbeitrag über die Färöer geschrieben hat. Ich war leider noch nicht dort, aber es steht ganz oben auf meiner Liste! 🙂
    Liebe Grüße,
    Elke

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