Paläste, Pfauen und Philharmoniker – 5 unvergessliche Tipps für Berlin ← 30. Oktober 2013

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Berliner Unterwelten

Bunker in Berlin - flickr: Alex Pascual Guardia

Unterhalb Berlins erstreckt sich ein großes Netz an Gängen, Tunneln, Kellern und Bunkern. Eine unbewohnte Stadt unter der Stadt sozusagen. Die Geschichte der Berliner Unterwelten reicht zurück bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die ersten, die in Berlin in die Tiefe bauten, waren die Brauereien. Ein Großteil der alten unterirdischen Bauten in Berlin stammt jedoch aus der Zeit des Nationalsozialismus, darunter fallen die U-Bahn und die 4,3 km langen Versorgungskanäle unter dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, aber auch die Luftschutzräume und Bunker spielten eine wichtige Rolle in der Planung der Nationalsozialisten. Bei einer Führung durch die geheimnisvollen Berliner Unterwelten kann man die Stadtgeschichte aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Viele der unterirdischen Bauwerke gerieten lange Zeit in Vergessenheit und stehen noch heute so, wie sie einst verlassen wurden. Die Berliner Unterwelten e.V. bietet Interessierten Führungen unter anderem zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Luftschutz und Fluchttunnel während der deutschen Teilung.

Pfaueninsel

Schloss auf der Pfaueninsel - flickr: Emanuele

Im Südwesten Berlins befindet sich die Pfaueninsel, eine etwa 1,5 km lange und 0,5 km breite Insel. Von den Berlinern wird dieses kleine Eiland auch liebevoll „Die Perle im Havelmeer“ genannt. Schon vom Wasser aus erkennt man, warum. Ein wahrlich märchenhaftes Bild bietet sich einem, wenn der Blick durch die alten Eichen freigegeben wird und auf die schneeweiß leuchtende Schlossruine fällt. Bei näherer Betrachtung fällt einem zwar auf, dass es sich dabei nicht um eine echte Ruine, sondern um ein in Ruinenarchitektur erbautes Schloss handelt, das schmälert jedoch nicht die romantische Atmosphäre, die es versprüht. Ein ganz besonderer Anblick auf der Pfaueninsel sind die vielen freilaufenden Pfauen. Ihnen hat die Insel ihren Namen zu verdanken. Die Pfauen zeigen wenig Scheu vor Menschen und so hat man die Möglichkeit, ganz nah an die Tiere heran zu kommen und die männlichen Exemplare beim Radschlagen zu beobachten. Und wenn man Glück hat, findet man auf dem Boden sogar eine der prachtvollen Federn, die ein beliebtes Souvenir sind.

Nowkölln Flohmarkt

Flohmarkt in Berlin - flickr: Karen Mardahl

In Berlin gibt es zahlreiche schöne Flohmärkte. So beliebt sie sind, so überlaufen sind sie aber auch oft. In Neukölln am Maybachufer gibt es einen Flohmarkt, auf den das noch nicht zutrifft. Der Nowkölln Flohmarkt findet jeden dritten Sonntag im Monat statt. Neben privaten Trödlern, die ihre gebrauchten Haushaltsgegenstände, zu klein gewordene Kleidung oder ausrangiertes Spielzeug verkaufen, bieten auch zahlreiche junge Berliner Designer ihre handgemachten Taschen, T-Shirts und anderen schönen Krimskrams an. Auch auf Selbstgebackenes oder Selbstgekochtes muss man hier nicht verzichten. Das schöne am Nowkölln Flohmarkt ist sein internationales Flair und die ausgelassene Stimmung, die hier herrscht.

Lunchkonzerte in der Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie - flickr: Andy / Andrew Fogg

Sie gehören zu Berlin wie der Fernsehturm und das Brandenburger Tor. Von September bis Juni lädt die Berliner Philharmonie jeden Dienstag um 13 Uhr zum Lunchkonzert ein. Rund 1.600 Gäste finden im Foyer der Berliner Philharmonie Platz und haben die Möglichkeit bei gutem Essen die Kammermusik zu genießen. Nicht nur Berufstätige verbringen hier in gepflegter Atmosphäre ihre Mittagspausen, auch zahlreiche Touristen lauschen den Konzerten der Philharmonie um sich von ihrem Sightseeing Stress zu erholen. Das Kammerorchester setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, Stipendiaten der Orchester-Akademie, Instrumentalisten des Deutschen Symphonie-Orchesters und der Staatskapelle Berlin sowie Studierenden der Berliner Musikhochschulen. Der Eintritt zum Konzert ist kostenlos.

Markthalle Neun und Street Food Thursday

Berliner Street Food - flickr: miss_yasmina

Ein kulinarisches Highlight in Berlin bildet die Markthalle Neun im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Jeden Donnerstag Abend lädt hier der Street Food Thursday zu einer kulinarischen Weltreise ein. Geboten werden sogenannte „Bürgersteig-Delikatessen“ aus der ganzen Welt. Wer jetzt an Fast Food denkt, liegt falsch, denn beim Street Food Thursday geht es um frisch und schonend zubereitete Speisen. Die teilnehmenden Köche sind sehr kreativ und so reicht die Küche von traditionellen englischen Pies über westafrikanische Küche und koreanisches Kimchi bis hin zum american-style Barbecue. Etwa 50 Imbissstände bieten in der Markthalle Neun am Street Food Thursday ihre kulinarischen Köstlichkeiten an. Die Preise für ein Gericht rangieren zwischen € 2,50 und € 4,00, was einem ermöglicht gleich mehrere der angebotenen Delikatessen zu probieren. Auch wenn der Street Food Thursday kein Geheimtipp mehr ist, das Anstehen an den Imbissständen lohnt sich allemal.

Elena Nunn lebt in Berlin und ist Teil des Teams von GoEuro, einer Reisesuchmaschine im Internet, die Reisenden dabei hilft, Transportmöglichkeiten innerhalb Europas zu vergleichen und zu kombinieren. In ihrer Freizeit begibt sie sich gerne auf die Suche nach den verborgenen Ecken der Stadt.

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