Projekt Rheindurchschwimmung: Das blaue Wunder ist vorbei ← 15. Mai 2012

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Das Projekt hatte unter großem medialen Echo angefangen, auch dank der Unterstützung durch Schweiz Tourismus. Doch täglich 40 Kilometer in nur 12 Grad warmen Wasser waren für Ernst Bromeis auf Dauer nicht zu schaffen.

Basel, Sonntag, 13. Mai: Extremsportler Ernst Bromeis legt nach der Tagesetappe von 37 Kilometern und insgesamt 367 Kilometern in seiner Studienstadt an und zeigt noch Zuversicht, dass er das Projekt „Das blaue Wunder“ zu Ende bringt. Nun hat der Wasserbotschafter das Projekt „Das blaue Wunder – Rhein 2012“ aufgrund der ungewöhnlich kalten Temperaturen abgebrochen.

Der Schweizer Wasserbotschafter Ernst Bromeis wollte den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwimmen. Heute, nach rund 400 zurückgelegten Kilometern, muss er von seiner Vision Abschied nehmen. Seine Gesundheit lässt eine Weiterführung nicht mehr zu. Per sofort sind sämtliche Veranstaltungen anlässlich des Projektes: „Das blaue Wunder – Rhein 2012“ abgesagt.Vor zwei Wochen startete der Schweizer Schwimmer und Wasserbotschafter Ernst Bromeis mit einer großen Vision und begab sich auf eine 1230 Kilometer lange Reise: den Rhein von der Quelle im Tomasee (Graubünden) bis zur Mündung in Hoek van Holland schwimmend zurückzulegen, lautete das Vorhaben. Gestern Abend informierte Bromeis Schweiz Tourismus, dass er das Projekt abbrechen müsse. Er habe schwer mit diesem Entscheid gerungen, ließ er verlauten. An ein Weitermachen sei nicht zu denken, seine Gesundheit lasse eine Weiterführung nicht mehr zu.Rund vierzig Kilometer täglich hat sich Ernst Bromeis seit dem Start am Tomasee flussabwärts gekämpft, schwimmend, und, häufiger als ursprünglich geplant, auch im Kajak. Er kämpfte mit zahlreichen Herausforderungen, und die Bedingungen waren äußerst hart. So lag der Rhein an der Quelle noch unter einer meterdicken Eisschicht, und einmal geriet Bromeis gar in einen Hagelsturm. Extrem Kräfte raubend aber sei vor allem das ungewöhnlich kalte Wetter gewesen, konstatiert Bromeis. Seine Etappenplanung sei auch zu optimistisch gewesen, analysiert Bromeis: „Ich habe mich mit den mir zur Verfügung stehenden Grundlagen gut auf dieses Projekt vorbereitet. Meine Fitness stimmte, und die Erfahrung aus der Durchschwimmung der Schweizer Seen ließ mich berechtigterweise zuversichtlich sein. Mit den veränderten Rahmenbedingungen hat sich die schwimmerische Umsetzung letztlich aber als unmöglich erwiesen.“Nicht die sportliche Leistung stand für Ernst Bromeis bei dieser Wasserreise im Vordergrund, sondern die Botschaft, dass Wasser eine endliche Ressource ist, der es Sorge zu tragen gilt. Darüber hinaus repräsentierte Bromeis im „Jahr des Wassers“ die Schweiz als attraktives Wassererlebnisland im Rahmen von Medienanlässen, die Schweiz Tourismus (ST) entlang der Strecke veranstalten wollte. Per sofort sind sämtliche Veranstaltungen anlässlich des Projektes: „Das blaue Wunder – Rhein 2012“ abgesagt.

Die mediale Begleitung des Projektes „Das blaue Wunder – Rhein 2012“ war ein attraktives Zusatzprojekt der ST-Sommerkampagne zum Wasserland Schweiz. ST nutzte das Projekt, um den 50 Millionen Menschen, die entlang des Rheins leben, die touristischen Schönheiten des Wasserlandes Schweiz sowie die Bedeutung des Elements Wasser für die Menschheit näher zu bringen mit den zentralen Botschaften „Natur und Authentizität“.

ST bedauert den Abbruch, stimmt ihm aber vorbehaltslos zu.

„Das Projekt ‚Das blaue Wunder – Rhein 2012‘ hatte von Anfang an Expeditionscharakter. Bei Expeditionen kann ein Scheitern nie ausgeschlossen werden. Die Gesundheit und Sicherheit von Ernst Bromeis hatten immer und unter allen Umständen Vorrang. Ein Grundsatz, den Schweiz Tourismus lebt“, so fasst Christina Marzluff, Direktorin Schweiz Tourismus Deutschland & Österreich die aktuelle Situation zusammen.

Quelle: Schweiz Tourismus

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