Das blaue Wunder: Ernst Bromeis schwimmt eiskalt nach Basel ← 14. Mai 2012

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Am Sonntag, Muttertag, war es soweit: Der Graubündner Ernst Bromeis legte in Basel an. Im knallroten Neopren, sponsored by Schweiz Tourismus, und weißer Bademütze erklomm der 43jährige die Rheintreppen vor dem Kasernenareal am Kleinbasler Ufer.

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Ernst Bromeis, 43 Jahre alt, Vater von drei Kindern, Sportlehrer und ehemals Triathlontrainer, hat sich vorgenommen innerhalb eines Monats den gesamten Rhein zu durchschwimmen – von der Quelle im Tomasee bis zur Mündung bei Rotterdam.

Ende der 11. Etappe von Bad Säckingen nach Basel: Noch vor den Medien interviewte Daniela Bär, Leiterin der Medienstelle von Schweiz Tourismus, Ernst Bromeis. Auf die Frage, was ihm während der langen Schwimmtouren am meisten zu schaffen mache, antwortete Ernst Bromeis: „Die Kälte des Wassers zehrt an mir. Vielleicht war es auch arrogant von mir zu sagen, ich durchschwimme den Rhein. Der Rhein lässt sich nicht planen.“

Gesponsert wird die Extremsport-Aktion von Schweiz Tourismus und den jeweils tangierten kantonalen Tourismusorganisationen, im Falle von Basel eben Basel Tourismus.

13. Mai, 14.30 Uhr, das Kleinbasler Ufer auf Höhe des Kasernenareals: Der Rhein hat an dieser Stelle eine ordentliche Strömung von sicherlich fünf Kilometer pro Stunde, die Enten surfen regelrecht vorbei. Ernst Bromeis hat die coole Aktion für den heutigen Tag hinter sich – im wahren Wortsinne – denn nach seiner 11. Etappe von 37 Kilometern und insgesamt 367 Kilometern sieht er geschafft und verfroren aus. „12 Grad sind sicher wärmer als 8 Grad (im Tomasee, Anmerkung der Redaktion), aber auf die Dauer zehrt die Kälte an mir“, gibt Bromeis unmittelbar nach seiner Ankunft zu. Der Rhein sei um diese Jahreszeit normalerweiser wärmer. Aus diesem Grund legte

Auch die lokalen Medien aus Basel und den angrenzenden Ländern Deutschland sowie Frankreich interessieren sich für Ernst Bromeis und seine Schwimmleistung

Bromeis bereits eine Etappe im Kajak statt im Wasser zurück.

„Ihr habt alle Jacken an, ich wünsche mir T-Shirt-Wetter“, ruft Bromeis in die Menge der Zuschauer. Täglich schwimmt Bromeis etwa sieben bis zehn Stunden, die Strömung hilft bei der Geschwindigkeit, die Kälte aber bleibt. Ich habe mal spasshalber den zusätzlichen Kalorienverbrauch errechnet und komme bei einem Alter von 43 Jahren, einer geschätzten Körpergröße von 1,90 Metern und einem Gewicht von 88 Kilogramm auf 4807 Kalorien für zehn Stunden schwimmen in einem Fluss: Das sind knapp zehn Tafel Schokolade, etwa 45 mittelgroße Bananen oder 1,3 Kilogramm Spaghetti (roh!).

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