Rund um Strøget – Shoppingtipps für Kopenhagen ← 10. April 2012

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Die Strøget führt über den Amagertorv, einen der beliebtesten Plätze der Stadt. Foto:visitdenmark.com/Jørgen Schytte

Wenn Strøget das Herz von Kopenhagen ist, dann sind die sie umgebenden Gässchen und Straßen so etwas wie das Blutgefäßsystem. Rund um Europas längste Fußgängerzone und Dänemarks Haupteinkaufsstraße, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, reihen sich Strædet, Købmagergade, Grønnegade, Kronprinsensgade und das Latin Quarter – mit einer Warenvielfalt, die ihresgleichen sucht.  Designermode, exklusive Delikatessenläden und dänische Designklassiker finden sich ebenso wie Secondhand- und Vintage-Klamotten, Ethnostyle-Möbel und Vinylplatten. Und das alles in gemütlich zu erreichender, fußläufiger Entfernung. Etwa in Kopenhagens Latiner Quartier, bis vor wenigen Jahren noch ein vergleichsweise armes Stadtviertel am westlichen Ende der Strøget.

Für die Liebhaber erstklassiger Vintage-Bekleidung etwa finden sich in der Larsbjørnsstrade gleich zwei Fundgruben: Im „Carmen“ werden neben erstklassigen Kleidern auch Accessoires und Kerzen verkauft. Das „FN 92“ offeriert nicht ganz billige Styles der 60er- bis 80er-Jahre, dafür aber in seltener Fülle. Bei „Fisk“ in der S. Peders Stræde tut man mit dem Einkauf noch etwas Gutes. Der Laden der Folkekirkens Nødhjælp, einer Art Brot für die Welt, wird von freiwilligen Helfern betrieben und bietet neben Secondhand-Klamotten auch fair gehandelte und ökologisch unbedenkliche Waren. Gebrauchte Designerkleidung führt „Time’s up Vintage“ in der Krystalgade. Die Straße unweit des Runden Turms ist auch Heimat der Boutique von Dänemarks Modestar Henrik Vibskov. Neben eigenen Kreationen führt er auch die viel versprechender Talente wie Stine Goya.

Mit etwa 15 Secondhand-Geschäften sind die Straßen von Nørrebro und Vesterbro ein Paradies für Liebhaber gebrauchter Kleidung. Kleine Boutiquen mit sehr hippen Stücken finden sich etwa in der Elmegade. Die Nansensgade steht für eine breite Angebotspalette von Kleidung aus zweiter Hand bis zu Kunsthandwerk aus Asien. Die Boutiquen und die ungewöhnlichen Restaurants, Cafés und Bars der Viertel ziehen  vor allem junge Leute an. Ebenso wie die schwedische Highstreet-Marke Monki, die neuerdings in der Købmagergade eine Filiale betreibt. Die Straße, zweitlängste Shoppingmeile der dänischen Hauptstadt, ist bekannt für zahlreiche Markengeschäfte der mittleren Preislage.

Während in der Strøget mittlerweile Filialisten vorherrschen, vereinen die Straßen ringsum die Vielfalt kleiner Boutiquen. Foto: visitdenmark.com/Ellen Hvidt

Am östlichen Ende der Strøget liegt das Grønnegade Quartier mit seinen charmanten, schmalen Gässchen und den bunten Fachwerkhäusern. Die Läden und Boutiquen dort offerieren sowohl traditionelles als auch zeitgenössisches Design. Dabei reicht die Bandbreite von hipper Streetwear bis zu klassischer Kleidung. Die Entwürfe stammen häufig aus der Feder dänischer Designer: Modeschöpferin Susanne Rützou verkauft dort ihre schlichte, skandinavische Mode in der Store Regnegade („Rützou“) ebenso wie das Designerpaar Naja Munthe und Karen Simonsen, deren zarte Seidenblüschen und grob gestrickten Jacken unter anderem Topmodel Helena Christensen begeistern. Der Flagshipstore „Munthe plus Simonsen“ befindet sich in der Grønnegade.

Neben den zahlreichen Modeboutiquen finden sich in Kopenhagen allerdings auch sehr feine, alteingesessene Läden, etwa „AC Perchs Thehandel“, der bereits seit 1834 erlesene Teesorten in der Kronprinsensgade offeriert. Oder „Herman H.J. Lynge & Søn“ in der Silkegade, wo seit 1821 gebrauchte Bücher aus aller Welt und zu den abseitigsten Themen verkauft werden (auch deutschsprachige). Zudem sind die Straßen rund um Strøget ein Ziel für Liebhaber alter Möbel und erlesener Kunstwerke. In Bredgade, Store Kongensgade sowie Store und Lille Strandstræde reihen sich die Geschäfte mit entsprechendem Sortiment aneinander. Auch die großen Auktionshäuser der Stadt finden sich dort.

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