Skikurs mit Kleinkind: Aller Anfang ist schwer ← 20. März 2012

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Es ist ein Experiment: Wir sind mit drei kleinen Mädchen (3 und 4,5 Jahre alt) im norwegischen Wintersportort Trysil. Keiner von uns Erwachsenen ist ein passionierter Skifahrer. Zudem zerfallen wir in eine Langlauf- und eine Alpinfraktion. Doch wir mögen Wintersport und wollen unsere Kinder frühzeitig ans Skifahren heranführen. Was liegt also näher, als in die Heimat des Wintersports – nach Norwegen – zu fahren. Hier, so bekommt man als norddeutscher Flachlandtiroler den Eindruck, werden die Kinder schon mit Skiern an den Füßen geboren. Noch dazu ist Trysil, zweieinhalb Stunden nordöstlich von Oslo gelegen, ein ideales Familienskigebiet. Alles hier ist auf die Bedürfnisse von Familien im Winterurlaub ausgelegt. Ohne diese ausschließlich in den Vordergrund zu rücken. Das ändert allerdings nichts daran, dass unsere Kinder nicht mit Skiern an den Füßen geboren wurden. Und so geriet der erste Versuch, sie mit Hilfe einer Privatlehrerin auf die Bretter zu stellen, denn auch zu einem kleinen Fiasko.

Da war die Aufregung noch zu groß für Tränen: die Zwerge auf dem Weg zur Skischule. Foto: Nadine Kraft

Wir hatten die Kinder gut vorbereitet. Seit Wochen lasen wir „Conni lernt Skifahren“,  erzählten den Dreien vom grandiosen Winter in Norwegen und dem bevorstehenden gemeinsamen Vergnügen. Direkt am Tag der Ankunft besorgten wir Helm, Schuhe und Skier, damit die Kinder sich daran gewöhnen konnten. Mit der Skilehrerin wollten sie dann aber auf keinen Fall losziehen. Stattdessen klammerten sich die beiden Kleinen an uns und ließen den Tränen freien Lauf. Woran es lag? Schwer zu sagen. Müdigkeit, Angst, Nähe der Eltern, Fehler der Skilehrerin. Was tun? Abbrechen, weggehen oder durchhalten? Wir entschieden uns, der Großen den Spaß nicht zu verderben und ließen sie mit der Lehrerin Pflug und erste Slalomkurven sowie die Benutzung des Skiliftes üben. Mit den Kleinen übten wir selbst. Rauf aufs Laufband, das in einer gefühlten Ewigkeit etwa 30 Meter zurücklegt und anschließend den Hügel, der diesen Namen wirklich nicht verdient, langsam wieder hinunter. Nach etwa 45 Minuten trauten sich die Zwerge, unsere Hände loszulassen und auf uns zuzurutschen. Und als wir nach ungefähr einer Stunde atemlos und rückenlahm den Unterricht für beendet erklärten, war zumindest eine der beiden Kleinen so motiviert, dass sie heute wieder übt. Fortsetzung folgt …

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