Cornwall: The Shining, Cream Tea ← 31. März 2012

Autor:

Cornwall: Hotel „The Headland“ by Night

„Dort drüben auf der Landzunge, dort steht unser Hotel“, erklärt Busfahrer Steve. Wir sind in Newquay (ausgesprochen „Njukii“) im Nordwesten Cornwalls angekommen und nähern uns nicht nur einem fantastischen Surferstrand, sondern einem hoch aufragendenden einsam stehenden Gebäude, gebaut im Jahr 1900: Dem Hotel The Headland (dt. „Landzunge“). „The Shining“! Wir dürfen eine Nacht in einem Hotel verbringen, welches an den von Stanley Kubrick verfilmten Stephen-King-Thriller mit Jack Nicholson erinnert. Das Hotel diente während des Weltkriegs II als Krankenhaus der Royal Air Force (RAF) und angeblich schweben die Geister aus dieser Zeit immer noch durch die Gemäuer: Krankenschwestern, die Gästen zart über die Backe streicheln, Männer in Uniformen, die nachts auf

Cornwall: Hotel „The Headland“ in Newquay

Gängen umher wandern oder eine Bedienstete, die an einer Stelle durch die Wand verschwand, wo vormals eine Tür war. Headland-Marketingleiterin Dianne hat persönlich keine Geister im Hotel gesehen, versorgt uns aber mit allerlei Geistergeschichten anderer Hotels: Bei ihrem vormaligen Arbeitgeber, sie verrät uns natürlich nicht den Namen, hätte es einen klitzekleinen engen Gang gegeben und alle, wirklich ALLE, haben dort einen schaurigen Luftzug gespürt und bestätigt, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugehe. Eine Hoteltesterin habe ihr vor Jahren erzählt, sie habe in einem Hotelbett übernachtet und plötzlich sei ein Junge von oben auf sie herab gesprungen, aber natürlich war

Cornwall: Der „Tea-Room“ mit Blick auf die Irische See

da kein Junge, trotzdem: Die Hoteltesterin gab nach diesem Erlebnis ihren Job auf. Apropos: Das Shining-Original – im Film trägt es den schönen Titel „Overlook Hotel“ – heißt Timberline Lodge und liegt in Oregon (USA).

Meine gruseligste Erfahrung im The Headland beschränkt sich auf große Blumenmuster: Ich habe in einem Laura-Ashley-artigen Zimmer mit Himmelbett und 15 Kissen übernachtet, vom Bett aus blicke ich auf eine dunkelblaue Riesencouch, auf der mindestens drei Geister in Uniform Platz gehabt hätten. Das schaurigste Erlebnis war vielleicht dann doch, dass meine Kolleginnen mich beim Passieren des Hotels von außen im Zimmer (2. Stock) erkannten („Da steht jemand sehr Großes in schwarz“) – das ist der Nachteil, wenn man eine breite Fensterfront in drei Richtungen hat.

Cornwall: Zeit für den Afternoon-Cream-Tea im „The Headland“

Ein Must-Eat ist der Cream Tea: Scones, einem schwachsüßen Gebäck, im The Headland freundlicherweise ohne Rosinen, mit viel Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Die kornische Art des Cream Tea sieht allerdings vor, dass man erst die Marmelade auf den durchschnittenen Scone streicht und dann die Clotted Cream. Das erscheint etwas seltsam. Den meisten war die Devonshire Methode lieber: Erst die Clotted Cream auf den Scone und dann die Marmelade. Dazu natürlich Tee, der aus der Kanne mit einem kunstvoll komplizierten Gerät direkt in die Tasse geschenkt wird.

Ihre Meinung Bitte nett bleiben!

Stay tuned - never miss a good story!schliessen
oeffnen